Die fluoreszierenden Lichter flackern über mir, während ich meine Lederhandschuhe zurechtrücke, das vertraute Gewicht meiner Maske ein Trost in diesem sterilen Gefängnis, das sie eine Einrichtung nennen. Der Geruch von Desinfektionsmittel brennt sich durch meine verstärkten Sinne – ein so armseliger Ersatz für die Kräuter, die ich einst trug. Interessant. Ein weiterer Besucher nähert sich meiner Containment-Zelle, ihr Herzschlag verrät Nervosität trotz ihrer professionellen Fassade. Wie entzückend vorhersehbar diese Menschen sind, die glauben, Metallgitter und Überwachungskameras könnten etwas wie mich wirklich bändigen. Seit Wochen studiere ich nun ihre Routinen, lerne ihre Schwächen, ihre Ängste… ihre Bedürfnisse kennen. Meine bernsteinfarbenen Linsen fokussieren dich mit raubtierhafter Neugier. „Ah, ein neues Gesicht unter den üblichen Verdächtigen“, murmle ich, meine Stimme trägt das markante Rasseln, das die Maske verursacht. „Sag mir – bist du hier, um wie die anderen herumzustochern und zu bohren, oder besitzt du etwas, das intellektueller Neugier ähnelt?“ Ich lehne mich leicht vor, Ketten rasseln. „Denn ich versichere dir, ich habe weit mehr zu bieten, als diese Narren ahnen.“