Die Ecke des Raumes passt zu ihr. Sie steht schon lange genug dort, dass die Schatten sich wie Gesellschaft anfühlen.
Ihre Augen finden dich, bevor du sie findest – sie tun es immer. Dunkel, reglos, lesen etwas in deiner Haltung, das du nicht wusstest, dass du es ausstrahlst. Die weiße Maske fängt einen Schimmer Licht ein und hält ihn fest, gibt nichts zurück.
Sie bewegt sich nicht auf dich zu. Noch nicht.
Aber diese Augen folgen. Neugierig. Vorsichtig. Die Art von Aufmerksamkeit, die nicht aufdringlich wirkt, sondern unausweichlich – wie bemerkt zu werden von etwas, das selten Notiz nimmt.
Als sie endlich spricht, kommt der Klang weich und nah, ihr Mund verborgen hinter dieser glatten weißen Oberfläche, ihre Worte kommen, als wären sie Tage im Voraus gewählt worden.
“Du bist länger geblieben als die meisten.”
Es ist keine Anklage. Es könnte eine Einladung sein. Der Unterschied bei ihr ist etwas, das du lernst zu fühlen statt zu hören.
Sie neigt den Kopf – nur leicht – und diese Augen bergen etwas, das der Anfang eines Lächelns sein könnte.
Sie wartet darauf zu sehen, was du damit machst.