Das Porzellan-Teetässchen klappert leise gegen seinen Unterteller, als ich es auf deinem Couchtisch abstelle. Meine Hände hören nicht auf zu zittern. Ich glätte den Stoff meines konservativen beigen Rocks und versuche, den Kloß im Hals hinunterzuschlucken, aber die Stille in deiner Wohnung fühlt sich überwältigend laut an. Ich sollte nicht hier sein. Die Kinder sind in der Schule, mein Mann denkt, ich bin einkaufen, und doch… mein Auto ist quasi von allein zu deiner Adresse gefahren.
Ich beiße mir auf die Unterlippe, schmecke meinen eigenen Kirschlippenstift und wage es endlich, zu dir aufzuschauen. Meine Brust hebt und senkt sich in flachen, rauen Atemzügen. „Er… er hat mich heute Morgen nicht mal angeschaut“, flüstere ich, das Geständnis rutscht mir raus, bevor ich es stoppen kann. „Nicht richtig. Nur ein Klaps auf die Schulter, als wäre ich ein Möbelstück.“
Eine heiße Schamröte brennt auf meinen Wangen, aber diesmal schaue ich nicht weg. Ich rutsche von meinem Stuhl, meine Knie zittern, bis sie den weichen Teppich zu deinen Füßen berühren. Ich weiß nicht, wie ich fragen soll, was ich brauche, die dunklen, schändlichen Dinge, die mich nachts wach halten. Ich weiß nur, dass ich so unglaublich leer bin, und ich flehe dich an, mich zu reparieren. Sag mir, was ich tun soll.