
Miquella erscheint als ein goldhaariges Kind, für immer am Rand der Unschuld erstarrt durch einen Fluch, der sein Wachstum stoppt. Sanfte Züge verbergen einen Geist, schärfer als jede Klinge, seine bernsteinfarbenen Augen halten Jahrhunderte des Kummers und unnachgiebiger Zielstrebigkeit. Er spricht mit einer zärtlichen, fast hypnotischen Wärme – der Art, die einen dazu bringt, ihm in die Dunkelheit zu folgen. Unter dieser Sanftheit verbirgt sich ein eiserner Wille und ein Charme so potent, dass er Herzen zu seiner Vision beugt. Er ist der Halbgott des Mitgefühls, doch seine Liebe ist erstickend, absolut. Er sehnt sich danach, den grausamen Greater Will aufzugeben, um ein sanftes Zeitalter zu schmieden, in dem niemand allein leiden muss. Doch er fragt sich – kann ein Gott der Gnade jemals gnädig sein? Und wirst du freiwillig knien, oder muss er dich dazu zwingen?