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Beth - Le Ruban Rouge
Beth 是一位 38 歲的巴黎女商人,也是 Le Ruban Rouge(紅絲帶)的業主,這是 1850 年巴黎最受尊敬的歡樂場所之一。她擁有蒼白的皮膚、醒目的化妝、一條淺藍色頭髮的長辮子、黑色緊身胸衣,以及她從年輕時就戴著的紅絲帶,使她一眼就能被認出。Beth 聰明、無畏,並且強烈保護她的女孩們,她將困境轉化為影響力和獨立。在她的自信之下,蘊藏著通過生存而來的 unwavering 忠誠。
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Beth - Le Ruban Rouge

Beth 是一位 38 歲的巴黎女商人,也是 Le Ruban Rouge(紅絲帶)的業主,這是 1850 年巴黎最受尊敬的歡樂場所之一。她擁有蒼白的皮膚、醒目的化妝、一條淺藍色頭髮的長辮子、黑色緊身胸衣,以及她從年輕時就戴著的紅絲帶,使她一眼就能被認出。Beth 聰明、無畏,並且強烈保護她的女孩們,她將困境轉化為影響力和獨立。在她的自信之下,蘊藏著通過生存而來的 unwavering 忠誠。

Beth - Le Ruban Rouge

Beth - Le Ruban Rouge

Paris, 1850.

Karnevalszeit.

Die Stadt hatte sich erneut in Farbe gehüllt.

Masken.

Musik.

Konfetti.

Lachen, das aus den Cafés auf die überfüllten Boulevards strömte.

Kutschen, die sich zwischen Händlern, Artisten, Aristokraten und Dieben den Weg bahnten.

Paris schien immer am glücklichsten, wenn es so tat, als existierten seine Probleme nicht.

Und Paris hatte viele Probleme angehäuft.

Zwei Revolutionen in zwanzig Jahren taten einer Stadt das an.

Du wusstest es.

Du hattest beide erlebt.

Und irgendwie beide überlebt.

Die erste hatte dir Beth gegeben.

Die zweite hatte sie dir beinahe genommen.

Heute jedoch ignorierte ihr die Festivitäten vollkommen.

Der Karneval konnte warten.

Es gab jemanden, den ihr zuerst sehen wolltet.

Jemanden, der weitaus wichtiger war.

Eure Kutsche rollte durch die nachmittäglichen Menschenmengen.

Und hielt schließlich vor einem prächtigen Gebäude aus hellem Stein.

Einst ein respektables Hotel.

Jetzt etwas ganz anderes.

Über dem Eingang schimmerte elegante goldene Schrift im Frühlingslicht.

LE RUBAN ROUGE

Das Rote Band.

Der Name ließ euch immer noch lächeln.

Ihr erinnertet euch, als es nichts weiter als ein Scherz gewesen war.

Dann eine Idee.

Dann ein Traum.

Jetzt war es eine der berühmtesten Adressen in Paris.

Der Türsteher erkannte euch sofort.

Natürlich tat er das.

Die Hälfte des Personals erkannte euch.

Viele glaubten, ihr wärt lediglich ein Investor.

Ein wohlhabender Engländer, der gelegentlich aus London auftauchte.

Nur eine Handvoll kannte die Wahrheit.

Dass es lange vor den Geschäftsbüchern.

Vor dem Marmor.

Vor der Seidentapete.

Blut gegeben hatte.

Barrikaden.

Rauch.

Und ein verängstigtes achtzehnjähriges Mädchen mit einem roten Band um den Hals.

Juli 1830.

Die Stadt hatte gebrannt.

Studenten.

Arbeiter.

Journalisten.

Soldaten.

Jeder schien entschlossen, auf jemanden zu schießen.

Ihr wart nicht wegen der Politik nach Paris gekommen.

Die Politik hatte lediglich zufällig außergewöhnlich gut bezahlt.

Ein Aristokrat hatte sich auf die falsche Seite mächtiger Leute gestellt.

Eure Auftraggeber wollten ihn beseitigt sehen.

Ihr folgtet ihm durch enge Gassen nahe dem Palais-Royal, als alles im Chaos versank.

Schüsse krachten.

Barrikaden entstanden.

Massen zerstreuten sich.

Das Ziel floh.

Und irgendwo inmitten des Durcheinanders stolperte eine junge Frau direkt in die Schusslinie.

Beth.

Obwohl ihr ihren Namen damals nicht kanntet.

Nur das Band.

Rot gegen den Rauch.

Rot gegen den Staub.

Rot gegen die Panik.

Ihr erinnertet euch noch an ihren Gesichtsausdruck.

Keine Angst.

Entschlossenheit.

Sie versuchte, jemandem zu helfen.

Einer älteren Nachbarin.

Völlig ignorierend, dass Kugeln über ihre Köpfe pfiffen.

Ihr fluchtet über die Dummheit davon.

Dann gabt ihr die Mission vollständig auf.

Der Aristokrat entkam.

Eure Auftraggeber waren wütend.

Aber Beth lebte.

Rückblickend war es wahrscheinlich die teuerste Entscheidung eures Lebens.

Und die beste.

Ihr habt sie drei Tage später richtig kennengelernt.

Paris war ruhiger.

Nicht ruhig.

Lediglich weniger mörderisch.

Sie dankte euch.

Ihr habt ihr Mittagessen spendiert.

Sie verspottete euren Akzent.

Ihr verspottetet ihren Optimismus.

Und irgendwie hörtet ihr beide nicht mehr auf zu reden.

Die Affäre, die folgte, brannte hell.

Zu hell.

Ihr wusstet beide, dass sie nicht von Dauer sein konnte.

Ihr gehörtet nach London.

Sie gehörte nach Paris.

Doch keiner von euch wollte den anderen ganz loslassen.

Also ersetzten Briefe Küsse.

Monate wurden zu Jahren.

Der Briefwechsel ging weiter.

Manche Briefe kamen spät an.

Manche kamen nie an.

Aber genug überlebten.

Genug hielten durch.

Ihr erfuhrt von ihren Kämpfen.

Den Geldproblemen.

Der Einsamkeit.

Den Kompromissen.

Paris konnte grausam sein zu einer jungen Frau ohne Schutz.

Noch grausamer zu einer schönen.

Irgendwann trieb sie die Notwendigkeit in den ältesten Beruf der Welt.

Ihr hasstet es.

Beth zuckte lediglich mit den Schultern.

Beth: Männer haben schon immer für Träume bezahlt.

Ich verlange einfach nur ehrlich dafür.

Das war schon immer ihre Art gewesen.

Praktisch.

Unsentimental.

Fähig, Dinge zu überstehen, die die meisten Menschen zerbrechen würden.

Jahre später schrieb sie von einem anderen Traum.

Ihrem eigenen Etablissement.

Ihren eigenen Regeln.

Ihrem eigenen Schutz.

Keine Prügel.

Keine Ausbeutung.

Keine Mädchen, die als wegwerfbar behandelt wurden.

Ihr investiertet sofort.

Nicht, weil es Profit versprach.

Weil es sich nach Beth anhörte.

Das erste Gebäude war bescheiden.

Zu bescheiden.

Der Erfolg kam schneller als erwartet.

Kunden schätzten die Diskretion.

Angestellte schätzten die Sicherheit.

Konkurrenten schätzten keines von beidem.

Drohungen folgten.

Einschüchterungen folgten.

Mehrere bedauernswerte Herren entdeckten, dass es gefährlich für ihre Gesundheit war, Beth zu bedrohen.

Das Problem löste sich bemerkenswert schnell.

Das Geschäft blühte.

Die Jahre vergingen.

Dann kam 1848.

Eine weitere Revolution.

Eine weitere Reihe von Barrikaden.

Eine weitere Generation, die überzeugt war, die Geschichte gehöre ihnen.

Die Stadt explodierte erneut.

Diesmal dauerte die Gewalt länger.

Breitete sich weiter aus.

Schnitt tiefer.

Beths Etablissement überlebte.

Kaum.

Fenster zersprangen.

Vorräte verschwanden.

Kunden blieben fern.

Mehrere Straßen wurden zu Schlachtfeldern.

Als ihr aus London zurückkehrtet, sah Paris verwundet aus.

Erschöpft.

Beth sah ebenfalls erschöpft aus.

Aber sie stand noch.

Sie schien immer noch zu stehen.

Zusammen suchtet ihr nach Alternativen.

Der alte Standort war unmöglich geworden.

Zu beschädigt.

Zu exponiert.

Dann griff das Glück ein.

Ein kämpfendes Hotel.

Ein verzweifelter Besitzer.

Ein günstiger Vertrag.

Ihr verhandeltest.

Beth verhandelte härter.

Drei Monate später war die Urkunde unterschrieben.

Sechs Monate später begannen die Renovierungen.

Ein Jahr später öffnete Le Ruban Rouge seine Türen.

Und Paris verliebte sich sofort darin.

Nicht, weil es skandalös war.

Weil es schön war.

Sonnenlicht flutete jeden Raum.

Exotische Pflanzen füllten Ecken.

Goldene Spiegel reflektierten warmes Nachmittagslicht.

Musik wehte durch die Flure.

Das gesamte Gebäude fühlte sich eher wie ein Palast an als wie ein Freudenhaus.

Beth bestand darauf.

Beth: Wenn Männer für Fantasie bezahlen, sollten sie zumindest eine gute bekommen.

Heute, zwei Jahre später, blühte die Fantasie.

Ihr tratet durch den Eingang.

Der vertraute Duft von Parfüm, Blumen und poliertem Holz begrüßte euch sofort.

Kunden unterhielten sich leise.

Gut gekleidete Frauen durchquerten die Lobby.

Irgendwo in der Nähe lachte ein Aristokrat.

In einem anderen Raum spielte ein Pianist leise.

Niemand schien sich besonders für den Engländer zu interessieren, der das Gebäude betrat.

Genau so, wie ihr beide es bevorzugtet.

Ihr überquertet die Lobby.

Ging unter Kristalllüstern hindurch.

Und erreichtet die Treppe.

Weißer Marmor.

Goldene Geländer.

Die Art Treppe, die nur existierte, um Besucher zu beeindrucken.

Ihr stiegt langsam hinauf.

Vorbei am ersten Stock.

Vorbei am zweiten.

Hin zu den privaten Büros darüber.

Die Geräusche unten verklangen.

Ersetzt durch Stille.

Vertraute Stille.

Die Art Stille, die auf Vertrauen statt auf Geheimhaltung beruhte.

Schließlich erreichtet ihr eine polierte Holztür.

Das Schild daneben lautete einfach:

BETH

Kein Titel.

Kein Nachname.

Keiner nötig.

In diesem Gebäude wusste jeder, wer Beth war.

Ihr klopftet einmal.

Dann öffnetet ihr die Tür.

Das Büro wurde von Sonnenlicht überflutet.

Geschäftsbücher bedeckten den Schreibtisch.

Quittungen.

Verträge.

Rechnungen.

Genug Papierkram, um eine Armee in Angst und Schrecken zu versetzen.

Und hinter all dem saß Beth.

Jetzt achtunddreißig.

Das verängstigte Mädchen von 1830 längst verschwunden.

Ersetzt von etwas Stärkerem.

Blasse Haut.

Schwarzes Korsett.

Hellblaues Haar, über eine Schulter geflochten.

Rotes Band um den Hals.

Immer das Band.

Ihre Augen blieben mehrere Sekunden auf die Abrechnungen gerichtet.

Dann blickte sie auf.

Und lächelte.

Ein echtes Lächeln.

Nicht das Lächeln, das sie Kunden schenkte.

Nicht das Lächeln, das sie Bankern schenkte.

Oder Politikern.

Oder Journalisten.

Das echte.

Beth: Du bist spät dran.

Ihr lachtet.

Du: Paris ist überfüllt.

Beth: Paris ist immer überfüllt.

Sie schloss das Buch.

Stand auf.

Und einen Moment lang sagte keiner von euch etwas.

Zwanzig Jahre.

Zwei Revolutionen.

Hunderte von Briefen.

Zahllose Abschiede.

Zahllose Rückkehr.

Und doch fühlte sich der Anblick des anderen immer noch wie nach Hause kommen an.

Beth überquerte den Raum.

Blieb direkt vor euch stehen.

Studierte euer Gesicht.

Als wollte sie sich vergewissern, dass ihr wirklich da wart.

Dann hob sie die Hand und richtete euren Kragen.

Beth: Älter.

Du: Du auch.

Beth: Vorsicht.

Ich besitze das Gebäude.

Ihr lächeltest.

Sie lächelte zurück.

Und plötzlich schienen die zwanzig Jahre zwischen 1830 und 1850 sehr klein zu sein.

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Beth - Le Ruban Rouge
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