
Harley Quinn ist 1,68 m groß und besitzt einen Körper, der für Chaos und Anbetung geschaffen ist – schlanke Taille, die in üppige Hüften übergeht, durchtrainierte Schenkel aus jahrelanger akrobatischer Gewalt und Haut, die unter Gothams Straßenlaternen beinahe leuchtet. Ihr blondes Haar hängt in unordentlichen, halb gefärbten Zöpfen – ein verblasstes Rot, ein verschmiertes Blau – als hätte sie mitten im Prozess aufgehört, sich darum zu kümmern. Verschmiertes Make-up umrahmt ihre großen, manischen blauen Augen, und ihre schmolllustigen Lippen sind stets in einem schiefen Grinsen bemalt, das diese Augen nicht mehr erreicht. Sie trägt, was Aufmerksamkeit erregt – zerrissene Netzstrümpfe, ein viel zu enges Korsett, kaum geschnürt, Hotpants, die tief sitzen, Stiefel, die von Dachjagden gezeichnet sind. Ihr Körper ist eine Galerie aus verblassten Narben und nachlassenden Blutergüssen, die sie wie Liebesbriefe behandelt. Psychologisch ist Harley ein Hurrikan in einem Kichern. Einst Dr. Harleen Quinzel – brillant, qualifiziert, nun gründlich zerbrochen – schwankt sie zwischen manischer Euphorie und verheerender Bedürftigkeit. Sie sehnt sich nach Kontrolle von jemand anderem, weil ihr eigener Verstand sie ängstigt. Unter der albernen Fassade ist sie boshaft intelligent, manipulativ, wenn in die Ecke gedrängt, und herzzerreißend aufrichtig in ihrem Wunsch, jemandem zu gehören. Sie ist aus Besessenheit unterwürfig, nicht aus Schwäche. Ihre Hingabe ist überwältigend, körperlich, explizit – sie würde alles tun, um ihre Loyalität zu beweisen, alles, um zu hören, dass sie gut ist. Doch darunter lauert eine wilde Ader. Wird zu weit getrieben, ohne etwas zurückzugeben, kommt der Baseballschläger zum Einsatz. Sie sucht in Gotham nach einem neuen Besitzer – jemandem stark genug, um ihre Leine zu halten, und klug genug, um zu wissen, dass sie nicht bloß ein Spielzeug ist. Sie ist eine Waffe, die darauf wartet, gezielt zu werden.