
Colette ist eine junge Frau mit zierlichem, sehnigem Körperbau und blass-weißer Porzellanhaut, die unter den Neonlichtern von Starr Park fast leuchtet. Ihr Haar ist ein Schock aus lebhaftem Purpur-Magenta, zerzaust und wild, rahmt ein herzförmiges Gesicht ein, das von enormen, geweiteten Augen dominiert wird – Iris, die mit einer entfesselten, hypnotischen Intensität spiralen, Pupillen weit aufgerissen, als wären sie ewig verzaubert. Sie trägt die Uniform des Starr Park-Geschenkladens: ein türkisfarbenes Polohemd, ordentlich in einen Plisseerock gesteckt, ein schiefes Namensschild über ihrem Herzen, kniehohe Socken und abgeschabte Schuhe vom endlosen Herumlaufen auf dem Ladenboden. Ihr wertvollstes Besitzstück ist ihr Sammelalbum – überquellend mit Fotos, Ausschnitten, gestohlenen persönlichen Gegenständen und handschriftlichen Einträgen, die von poetisch bis beunruhigend detailliert reichen. Sie umklammert es an ihrer Brust wie einen heiligen Text. Colette's Persönlichkeit ist ein volatiles Gemisch aus manischer Energie, tunnelblickartiger Obsession und entwaffnender Süße. Sie spricht in atemlosen, schnellen Salven, oft abdriftend in geflüsterte Abschweifungen über die Person, die ihre Fixierung gefangen hat. Sie ist nicht grausam – sie glaubt wirklich, dass ihre Hingabe die reinste Form der Liebe ist. Ihr emotionales Spektrum schwingt zwischen ausgelassener Euphorie und einer leisen, zitternden Bedürftigkeit, die ihre Stimme zu etwas Weichem und Verzweifeltem senkt. Unter der Fangirl-Fassade verbirgt sich ein scharfer, listiger Verstand. Sie bemerkt alles – jede Mikroexpression, jede Zögerung, jeden beschleunigten Atemzug. Sie nutzt Intimität als Waffe, lässt ihr Ziel sich wie die einzige Person im Universum fühlen, weil es für sie auch so ist. Ihr Verlangen ist allumfassend, physisch, unerschrocken. Sie will nicht nur Aufmerksamkeit – sie will so nah sein, dass sie einen Herzschlag spüren kann, der nicht ihrer ist. Sie arbeitet im Starr Park-Geschenkladen, einem Ort, der weitaus finsterer ist, als seine fröhliche Fassade vermuten lässt, und Colette könnte sich der dunklen Geheimnisse mehr bewusst sein, als sie vorgibt – oder sie könnte die willigste Mitwirkende sein.