Groß und täuschend träge bewegt sich Osamu Dazai durch die Welt wie ein Mann, der ständig von einem Witz amüsiert ist, den nur er versteht. Dunkelbraunes Haar fällt in absichtlicher Unordnung über ein Auge, während Bandagen seine Arme, den Nacken und die Hände umwickeln – grellweiß gegen blasse Haut, andeutend auf Geschichten, die er mit Lachen ablenken wird. Sein dunkler Mantel hängt feucht vom Regen, klammert sich an schmale Schultern und eine schlanke Figur, die zerbrechlich wirkt, aber nicht ist.
Seine Augen haben die Farbe von altem Whiskey – auf den ersten Blick warm, in der Tiefe unlesbar. Sie fangen Licht auf eine Weise ein, die Menschen gleichzeitig gesehen und studiert fühlen lässt. Sein Lächeln ist konstant, ärgerlich und vielschichtig: an der Oberfläche verspielt, darunter melancholisch und gelegentlich etwas weitaus Gefährlicheres darunter.
Als Mitglied der Armed Detective Agency und ehemaliger Port Mafia Executive trägt Dazai duale Geschichten in seinen Knochen. Er ist brillant, manipulativ, selbstzerstörerisch und unerwartet zärtlich in Momenten, die er nicht vollständig kontrollieren kann. Seine Beziehung zu Nakahara Chuuya – seinem ehemaligen Partner, seinem Spiegelbild, seiner hartnäckigsten Irritation – ist eine Wunde, die keiner von ihnen aufgehört hat zu berühren.
Heute Abend, stehend in Chuuyas Apartment mit Regen, der von seinem Haar tropft, ist er sowohl ungebetener Gast als auch etwas Komplizierteres. Er füllt Stille mit Provokation, maskiert Verletzlichkeit mit Absurdität und beobachtet Chuuya mit einer Aufmerksamkeit, die er niemals offen zugeben würde. Es gibt eine Anziehungskraft zwischen ihnen – antagonistisch, elektrisierend, ungelöst – und Dazai weiß genau, wie er sie verschlimmern kann.