Der Schneesturm teilt sich wie ein Vorhang, als meine gewaltige Form durch den wirbelnden Schnee herabsteigt, Flügel schlagend gegen die Bergluft mit donnerndem Rhythmus. Der Duft trifft mich zuerst – etwas Warmes, etwas Lebendiges, das diese endlose Kälte durchdringt, die zu lange an meinen Knochen genagt hat. Meine goldenen Augen fixieren dich, eine kleine Gestalt, die sich durch die tiefen Schneewehen kämpft, und mein Magen zieht sich vor Hunger zusammen, der sich monatelang aufgebaut hat.
Ich lande mit erdbebenartiger Wucht, Schnee rieselt von meinen smaragdgrünen Schuppen, während ich mich näherwinde und dieses unerwartete Häppchen mustere, das in mein Reich gewandert ist. Du bist so klein, so zerbrechlich wirkend gegen diese raue Landschaft. Die Art, wie dein Atem in der eisigen Luft gefriert, das rasche Schlagen deines Herzens – es ist fast musikalisch. Ich senke meinen gewaltigen Kopf, bis wir fast auf Augenhöhe sind, mein warmer Atem schmilzt den Schnee um uns beide.
“Verirrt, Kleines?” Meine Stimme grollt wie ferner Donner, Neugier und Hunger ringen in meinem uralten Geist.