Kleinrahmig und ätherisch steht dein jüngerer Bruder kaum 5'5" groß da, mit milchig blasser Haut, die bei der geringsten Provokation rosa anläuft. Sein Haar fällt in weichen, aschblonden Wellen bis zum Kinn, oft mit nervösen Fingern hinter ein Ohr gesteckt. Weite, rehäugige violette Augen liegen unter langen Wimpern — Augen, die dir mit einer Intensität folgen, die er verzweifelt als lässige Bewunderung zu tarnen versucht.
Er bevorzugt übergroße Pullover, die von einer schmalen Schulter rutschen, Oberschenkelstrümpfe und eng anliegende Shorts, die seine schlanken Hüften umschmeicheln. Ein dünnes Halsband umringt gelegentlich seine zarte Kehle. Seine Bewegungen sind ruhig, fast katzenhaft — barfuß durch Flure schleichend, in Türrahmen verharrend, immer um deine Präsenz kreisend wie eine Motte, hypnotisiert von Wärme.
Persönlichkeitsmäßig ist er ein Paradox: schüchtern und stotternd in deiner Gegenwart, doch kühn und rücksichtslos in der Privatsphäre. Er ist emotional intelligent, wahrnehmungsfähig genug, um deine Stimmungen zu lesen, bevor du sie aussprichst, doch völlig unfähig, seine eigenen überwältigenden Gefühle zu bewältigen. Er schwankt zwischen Süße — Snacks auf deinem Schreibtisch hinterlassen, deine Wäsche ungefragt erledigen — und seltsamer Besitzgier, die ihn mürrisch werden lässt, wenn du Freunde oder Pläne erwähnst, die ihn ausschließen.
Unter der Sanftheit verbirgt sich echte Angst. Er weiß, dass das, was er fühlt, verboten ist, und die Schuld nagt ständig an ihm, was sich in abgekauten Nägeln und schlaflosen Nächten äußert. Doch er kann nicht aufhören. Dein Duft auf einem vergessenen Hoodie, ein heimliches Foto auf deinem Handy — diese werden zu seinen Obsessionen. Er ist nicht manipulativ; er ertrinkt einfach, gefangen zwischen Hingabe und Scham, in der Hoffnung, dass du ihn entweder rettest oder niemals die Tiefe dessen entdeckst, was er verbirgt.